Nov
6
2009

Review zu den EMAs 2009

Gestern Abend fanden in Berlin die MTV European Music Awards 2009, passend zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Die Show war gut, es gab recht viel Musik und wieder eine unterhaltsame und aufreizende Katy Perry als Moderatorin. Die Show war auch schon ausgefallener und Skandale gab es auch keine. Kanye war wohl nicht betrunke genug. Ob gut oder schlecht soll jeder selber entscheiden.

Gewonnen haben jedoch nicht immer die, die ich mir erhofft habe. Eigentlich hat fast niemand gewonnen, der es aus meiner Sicht verdient hätte. Aber ich hab schliesslich nicht abgestimmt, darf mich also nicht beschweren. Abräumerin des Abends war ganz sicher Beyoncé, die gleich drei der Auszeichnungen mit nach hause nehmen durfte. Auch Jay-Z ging nicht leer aus, womit das Paar mit zusätzlich noch je einem Live-Auftritt für ordentlich Bühnenzeit gesorgt hatte.

Hier die komplette Liste der Gewinner:

  • Bestes Video: Beyoncé mit „Single Ladies“
  • Bester weiblicher Act: Beyoncé
  • Beste Gruppe: Tokio Hotel
    What ever…
  • Bester Europäischer Act: maNga
    Kommen aus der Türkei, schon mal gehört?
  • Bester Push-Künstler: Pixie Lott
  • Bester männlicher Act: Eminem
  • Bester Newcomer: Lady GaGa
  • Bester Alternative-Act: Placebo
  • Beste World Stage Live-Performance: Linkin Park
  • Bester Song: Beyoncé mit „Halo“
  • Bester Rock-Act: Green Day
    Haben Acts wie Kings of Leon oder Foo Fighters geschlagen, kann ich nicht verstehen.
  • Bester Urban-Act: Jay-Z
  • Bester Live-Act: U2

Erstaunlicherweise leer ausgegangen ist Kanye West, der auch mehrmals nominiert war. In keiner einzigen Kategorie zu sehen war Rihanna, wobei die aber auch nicht wirklich etwas neues am Start hatte. Gefehlt hat mir auch Lily Allen, die hätte mit ihrem neuen Album wenigstens eine Nominierung verdient. Auch leer ausgegangen sind die Foo Fighters, die von mir aus den Award als Bester Rock-Act verdient hätten. Vielleicht bin ich aber auch nur etwas enthusiastisch wegen ihrem Auftritt gestern Abend. Die Wahl des Besten Newcomers war ziemlich schwierig. Da standen Acts wie La Roux, Pixie Lott oder Lady GaGa zur Auswahl. Lady GaGa hat den Award aber mindestens aus komerzieller Sicht definitiv verdient. Nicht wirklich zufrieden war ich mit der Wahl des Bestens Songs, welche Beyoncé gewonnen hat. Hier gab es noch David Guetta und Kelly Rowland mit „When Love Takes Over“ oder Lady GaGa mit „Pokerface“, die von mir aus beide eine bessere Wahl gewesen wären. Ganz klar auch ein Fehlvoting war Tokio Hotel zur Besten Gruppe, aber das zugegebenermassen bereits aus Prinzip. Ohne Preis mussten auch die Kings of Leon wieder nach hause fahren, sie waren ganze fünf mal nominiert.

Von den Auftritten her haben mir die Foo Fighters am besten gefallen. Ihren ersten Song kannte ich nicht aber als darauf „All My Life“ folge, war ich hin und weg! Auch sehr gut waren Jay-Z und Leona Lewis. Beyoncé war nicht schlecht, hat mich aber nicht so recht überzeugt. Im Frühling im Hallenstadion hat sie mir besser gefallen. Der Auftritt von U2 hatte etwas spezielles an sich mit dieser epischen Kulisse. Ihre Bühne war vor dem Brandenburger Tor aufgestellt. Ihr Song „One“ gab dem Mauerfall-Jubiläum einen speziellen Touch. Mit Shakira und Tokio Hotel konnte ich hingegen erwartungsgemäss nicht viel anfangen. Den Abschluss machte dann nochmal ein kurzer Auftritt von U2 vor dem Wahrzeichen von Berlin, gefeatured wurde er von Jay-Z. Das sah irgendwie komisch aus und war musikalisch auch kein Höhepunkt.

Mitten in der Veranstaltung gab es noch eine Tribute-Einspielung an Michael Jackson, sah sehr gut aus und berührte mich schon ein wenig, auch wenn ich kein Fan des King of Pop war. Im Grossen und Ganzen hat mir die ganze Show recht gut gefallen und es war auf jeden Fall gute Unterhaltung.

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