Feb
4
2010

Winter X-Games 14

Während dem letzten Wochenende wurde noch ein weiteres Grossevent ausgetragen, dass mich noch etwas mehr interessiert, als die Grammy Awards. Dabei handelt es sich um den wichtigsten und grössten Contest des Winters, den X-Games, ausgetragen in Aspen. Die Schweiz war dieses Jahr im Bereich Freeski gleich mit drei Personen vertreten. Neben den Frauen wurde dieses Mal auch Elias Ambühl eingeladen, als erster Schweizer. Er tritt in den Kategorien Slopestyle und Big Air an. Für mich von Bedeutung sind Slopestyle, Big Air und die prestigeträchtige Pipe. Ski Cross und Monoski Cross interessieren mich weniger.

Am Donnerstag gings los mit der Qualifikation der Frauen in der Pipe. Von 12 Fahrerinnen mussten 6 gehen. Am überzeugendsten fuhr hier Megan Gunning, die übrigens erst 17 Jahre alt ist. Qualifiziert war aber auch die Schweizerin Mirjam Jäger auf dem fünften Platz. Freitag Abends gabs dann die ersten Medaillen. Der Slopestyle der Frauen wurde ausgetragen und Ausnahmetalent Kaya Turski entschied diesen souverän für sich. Auf Podium konnten sich ausserdem Keri Herman auf dem zweiten und Grete Eliassen auf dem dritten Platz freuen. Auch noch ausgetragen an diesem Abend wurde die Quali für den Slopestyle Final der Männer. Elias konnte sich mit dem 11. Rang leider nicht für diesen qualifizieren, stark war es aber allemal.

Danach gings weiter mit dem Big Air Finale, wo unser Schweizer bei seiner ersten Teilnahme auch gleich den dritten Platz sichern konnte und somit zu den Medaillenträgern der Winter X-Games 14 gehört! Mit einem Switch Double Cork 1440 und einem Double Cork 1260 True Tail überzeugte er die Judges. Geschlagen wurde er nur von Bobby Brown, der mit seinem Signature-Trick Switch Double Misty auf 1440 drehte und so die höchste Wertung bekam. Auf dem zweiten Platz landete TJ Schiller mit einem Double Cork 1260 Double Mute und einem übelst gespinnten Double Cork 1620! Nicht zu vergessen ist Mirjam Jäger, die in der Superpipe das Podest mit Rang 4 knapp verpasste. Gewonnen hat dort Jen Hudak vor der Qualisiegerin Megan Gunning.

Weitere Entscheidung am Weekend war der Slopestyle. Auch hier konnte sich Bobby Brown durchsetzen und entschied das Duell gegen Andreas Hatveit knapp für sich. Sein Switch Double Misty machte wohl auch hier den Unterschied aus. Auf den weiteren Plätzen landeten wie erwähnt Andreas Hatveit aus Norwegen, Sammy Carlson auf dem dritten Platz, vier ging an Phil Casabon, Russ Henshaw für fünf und die letzten drei Plätze belegten Matt Walker, Jossi Wells und Tom Wallish, der leider keinen sauberen Run runter brachte. Bobby Brown ist damit der erste Freeskier, der an den X-Games in einem Jahr gleich zwei Goldmedaillen abräumt.

Der letzte ausstehende Event war die Superpipe der Männer. Hier konnte sich der Franzose Kevin Rolland mit einem Superlauf vor Jossi Wells, der vorallem durch Style überzeugte, und dem Vorjahressieger Xavier Bertoni, ebenfalls Franzose, durchsetzen. Simon Dumont landete nur auf Platz vier.

Übrigens konnte die Schweiz auch im Snowboard eine Medaille holen. Iouri Podladtchikov konnte sich in der Pipe Silber sichern, an Shaun White führte auch dieses Jahr kein Weg vorbei.

Superpipe: Kevin Roland’s Gold Run

Slopestyle: Bobby Brown’s Gold Run

Big Air: TJ Schiller’s Silver Run

Big Air: Bobby Brown’s Gold Run

Superpipe Women: Jen Hudak’s Gold Run

Slopestyle Women: Kaya Turski’s Gold Run

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