Mrz
18
2010

Das Ende der Popmusik?

Jedes Jahr erreichen so viele neue Popalben den Markt und zahlreiche neue Sternchen erobern die Medien. Einige davon landen sogar für Live-Auftritte in der kleinen Schweiz. Es geht aber auch anders. Grosse und allseits bekannte Acts kommen und brauchen gleich zum Teil einen ganzen Flughafen, um den Zuschauermassen gerecht zu werden. Kein Star und keine Band der jüngsten Zeit würde das nur annähernd schaffen. Auch bei den CDs ist das scheinbar so oder ähnlich. Junge Leute erweitern ihre CD-Sammlung mit den Alben der grossen älteren Bands (mache scheinbar nicht nur ich so). Aber warum ist das so? Es wäre ja nicht so, dass zu wenig gute Musik den Markt erreicht. Warum also schaffen es diese Bands nicht, ein Hallenstadion zu füllen? Dafür braucht es schon Robbie Williams oder AC/DC, denn neuere Acts wie sogar Beyoncé haben damit ihre liebe Mühe. Klar gibt es hier zwischenzeitlich Ausnahmen und schlussendlich hat auch Beyoncé ihre Konzerte noch meistens gefüllt. Aber nicht innerhalb von 10 Minuten. Sowas schaffen nur die altbekannten. Aber wieso? Ich habe da so meine Theorie, dass es früher einfach deutlich weniger Bands gab, die so populär sind, wie dies heute mit den modernen Medien erreicht werden kann. Dadurch wurde wohl so eine Art Legendenbildung betrieben, worauf sich einzelne Acts herauskristallisiert haben, die dann wirklich jeder kennt. Ausserdem hat wohl jeder Angst, dass man diese Band nachher nie wieder zu Gesicht bekommt und er sich diese Chance nicht entgehen lassen darf. Es mag auch durchaus sein, dass es heute nicht mehr möglich ist, ähnlich viele Platten zu verkaufen, wie es zu dieser Zeit noch möglich war. Dafür ist die Auswahl an ähnlichem Material wohl einfach zu gross. Auf der anderen Seite werden es immer mehr Käufer, da die Weltbefölkerung nicht stehen bleibt und der Handel mit MP3 neue Möglichkeiten zum Vertrieb hervorbringt. Die Zukunft wird uns also zeigen, wie es mit der Musikindustrie weitergeht. Es ist wohl weder einfacher noch schwieriger geworden, gute Musik zu verkaufen. Gute Vermarktung ist halt auch heute noch sehr viel wert.

About the Author: Michael Maurer

1 Comment+ Add Comment

  • i ha ä andere theorie.
    o us “üsere“ ziit wärde irgendwelchi bands später so bekannt si. di bands wi ac/dc, rolling stones usw. si ja nid uf ei schlag so bekannt wordä. di hei o ihri ziit brucht um das ds’erreiche.
    usserdäm würdi dr robbie williams nid zu däne alte interprete zellä, dä het sis erste soloalbum ersch im 1997 usebracht und füllt ds hallestadion locker.

    dases lüt wi beyoncé, madonna, britney spears, pussycat dolls und so nid schaffä so locations ds’fülle lig eher drann das di popmusig nid so guet für live uftritte gmacht isch wi d musig vo dä rockbands und süschtige grössinä vo früecher. da geisch dir doch besser ä strippshow gah aluege. 1. zieh si säch ganz ab, 2. bisch nöcher ar bühni drann und gseschs besser, 3. muesch dir nid ä playbackshow alosä… und billiger chunts di äuä ohno.

    hoffentech stirbt di popquatsch gli mau us, wo ufem erfolgsprinzip -weniger musig, meh sex und houptsach uffalle- basiert. d lady gaga het ja bewisä dases längt sich total verblödet adslegä um bekannt ds wärde…
    aber leider wird di musig nid so schnäu verschwinde wüus haut einfach rendiert. sex sales und so.

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