Mai
8
2010

Just Cause 2 – Ich will zerstören!

Eine ganze Weile hab ich mir überlegt, ob ich mir nun wirklich wieder ein neues Spiel leisten soll. Schlussendlich habe ich es vor einer Woche per Exsila bestellt und spiele Just Cause 2 seither regelmässig. Der Grund, warum es gerade dieses Spiel sein sollte, war die Demo, die ich einige Male gespielt habe. Fand ich schon recht unterhaltsam. Das Spiel ist nun genau gleich. Der Name Just Cause ist übrigens eine Anspielung auf den Einmarsch der USA in Panama im Jahr 1989 und heisst übersetzt Gerechte Sache. Ob die Sache damals in Mittelamerika gerecht war, ist eben recht fragwürdig. Im Spiel spielt man den amerikanischen Agenten und Adrenalin-Junkie Rico Rodriguez, dessen Unterschiede zu normalen Agenten à la James Bond sein Enterhaken und der Fallschirm sind. Er kann sich überall ranhängen und sich so sehr schnell auf der riesigen Welt von Panau fortbewegen. Wem das dennoch zu langsam ist, kann sich auch eins der 104 Motorräder, Autos, Boote, Helikopter oder Flugzeuge schnappen und damit die Welt unsicher machen.

Die Story ist hingegen recht simpel. In der fiktiven Bananenrepublik Panau kam der Diktator Baby Panay an die Macht und das passt der USA nicht so recht. Also schickt man halt Rico. Der muss dann dort diverse Jobs für diverse zwielichtige Gruppierungen erledigen und kommt seinem Ziel so immer wieder einen Schritt näher. Neue Aufgaben wiederum schaltet man frei, indem man genügend Chaos im entsprechenden Landesteil anrichtet. Dies funktioniert mit dem Zerstören von Regierungseigentum und das liegt nun wirklich überall rum. Von Tankstellen über Wassertürme bis hin zu Windkraftwerken, Öl-Pipeline oder Propagandawagen ist alles vorhanden und die Dinger fliegen dann auch wild in die Luft!

Das Gameplay ist einfach. Mit dem Haken ist man den Soldaten meistens einen Schritt voraus und kann diese nach Belieben demütigen. Ausser sie kommen in grossen Horden und man ist schlecht geschützt. Als Rache kommt man halt das nächste Mal mit einem Kampfhubschrauber, sie haben es nicht anders gewollt… Das Szenario ist sowieso recht brutal und die USK-18-Einstufung ist schon gerechtfertigt. Man kann Gegner per Haken an die Decke hängen, sie zusammen knallen lassen, ans Auto hängen und mitschleppen oder sie einfach über einen Abgrund runter ziehen. Je nach Lust und Laune.

Das Spiel im Gesamten ist also nichts für schwache Nerven oder pazivistisch veranlasste Menschen. Auch für jene, die eine tiefgründige Story für ein gutes Spiel voraussetzen, ist es eher nicht so empfehlenswert. Für diejenigen, die aber kurzweilige Action und ordentlich Abwechslung, Explosionen und Freiheit suchen, führt momentan nicht wirklich einen Weg um Just Cause 2 herum.

About the Author: Michael Maurer

Leave a comment