Jun
3
2010

Muse im Stade de Suisse

Nachdem ich mich letzte Woche spontan dazu entschieden hatte, auch ans Konzert von Muse im Stade de Suisse zu gehen, trafen wir eben dort gestern Abend ein. Die Location war halt mal etwas anderes als immer das Hallenstadion und auch die Anfahrt war trotz stockendem Verkehr eine kurze Sache. Zumindest für uns. Es hatte zahlreiche Autos aus Frankreich und Deutschland. Als wir ins Stadion kamen, spielte bereits die erste Vorband. Ihr Name war The Big Pink und hatte einige gute Lieder. Nichts bleibendes aber unterhaltend waren sie dennoch. Die Bühne, die aufgestellt wurde, ist gigantisch. Sah irgendwie aus wie ein Raumschiff oder sowas und hatte überall Monitore. Die riesige Kugel auf der Kuppel hätte ich zudem gern nach Hause genommen. So als Souvenir. Wäre aber bestimmt jemandem aufgefallen. Zumindest dem, der die ganze Zeit drin sass. Naja egal. Anschliessend spielten die Editors. Die waren schon bekannter und der Sänger von ihnen gab wirklich alles. Die Indie-Rocker lieferten eine tolle Show ab. Irgendwann nach 8 Uhr stürmten plötzlich zahlreiche vermummte Gestalten mit Fahnen, Rauchpetarden und Transparenten die Bühne. Das nenn ich mal einen originellen Einstieg. Anschliessend ging die Tour zu ihrem neuen Album The Resistance mit Uprising so richtig los. Die Show übertraf meine bisherigen Superlative bei weitem! Von Lichteffekten über Rauch bis hin zur mobilen Bühne wurde alles geboten. Und mehr! So flog während der ersten Zugabe plötzlich ein Raumschiff über uns, an dem dann auch noch eine Akrobatin ihre Performance zeigte. Auch musikalisch war der Abend ein einziges Highlight. Ich kannte ihre Musik bisher ja nicht so recht. Das wird sich aber nun schleunigst ändern, der Sound spielte in einer anderen Liga. Der Mix aus Elektro, Rock und gefühlvollen Balladen überzeugt ohne weiteres. Die Jungs um Matthew Bellamy heizten den 32’000 Fans im Wankdorf ordentlich ein, da konnte auch der gelegentliche Regen nichts dran ändern. Das krönende Finale nach gut zwei Stunden Spielzeit war Knights Of Cydonia, bei dem die tobende Menge nochmal alles aus sich raus holte.

Fazit des Abends: Was hab ich da bisher verpasst?! Nun ja, lieber spät als nie. Somit muss ich bei Muse dringend was nachholen. Der Auftakt zur Welt-Tournee ist den drei Briten auf jeden Fall geglückt. Wäre schade gewesen, dieses Spektakel verpasst zu haben.

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