Nov
20
2010

Macbook Air 11″

Für meinen Tripp nach Australien im kommenden Jahr war klar, dass ich mir ein Netbook oder Notebook suche wollte. Grund dafür war vorallem, weil ich gehört habe, dass es dort in jedem zweiten Laden einen WLAN-Anschluss haben soll und ich damit sehr gut ausgerüstet wäre, um nicht den kompletten Anschluss zum Leben ausserhalb Australiens verlieren würde. So habe ich mir vorgenommen, nach der Rekrutenschule mich ein wenig mehr mit dem Thema zu befassen. Vor etwa drei Wochen dann ist mir per Zufall ein Bericht über die neuen Macbook Airs in die Hände gefallen. Es gäbe sowohl ein 11″ wie auch ein 13″ Modell. Optimal für die Tasche und für unterwegs. Ich habe vorher noch nie mit Mac OS X gearbeitet, aber diese schlanken Geräte sahen einfach zu gut aus. Deshalb steht nun ein 11″ Modell vor mir und ich habe meine ersten Erfahrungen damit gemacht. Ich muss sagen, ich bin von Mac OS X sehr positiv überrascht. Man erhält nie einen so tiefen Einblick ins System wie bei Windows oder Linux, aber wenn man davon absieht und sich einfach nur Anwender ist, findet man sich mit dem Gerät schnell zurecht. Auch sehr positiv überrascht bin ich vom Trackpad. All die Gesten und so weiter, die bei Mac doch so wichtig zu sein scheinen… funktionieren wirklich. Und Apple-typisch sieht das ganze auch noch sehr hübsch aus. Wie alles am Macbook. Im Gegensatz zu anderen Net- oder Notebooks ist es nicht in einer bunten Plastikhülle eingepackt, sondern in einer sehr edlen und steifen Aluverschalung, bei der Monitor und Body je aus einem Stück gefrässt wurden. Das Auffälligste am Air ist aber die Dicke. Oder eben auch nicht. Ein so schlankes Gerät habe ich noch nie gesehen. Es misst an der höchsten Stelle noch lange keine 2cm. Der ganze Platzmangel hat aber auch Nachteile. So verfügt es typischerweise über kein DVD-Laufwerk. Das ist normal. Leider hat aber nicht einmal ein RJ45-Netzwerkanschluss Platz gefunden. Die einzige Möglichkeit ins Netzwerk zu kommen, ist WLAN. Hab ich zuhause leider nicht, also musste ich noch einen USB-Adapter kaufen, um in unser Netz zu kommen. Von den USB-Anschlüssen hat es seit der letzten Generation an Macbook Airs aber gleich doppelt so viele erhalten. Jetzt sind es schon zwei. Das ganze erinnert mich stark an den Spruch „Wer schön sein will, muss leiden“. Damit kann ich aber problemlos leben. Ein weiterer Pluspunkt des Macbooks ist die SSD. Es verfügt nicht mehr über eine Harddisk, die schwer, laut und vorallem langsam ist. Dafür treibt der Speicher auf Flash-Basis den Preis in die Höhe. 1449 Franken zahlt man im Apple Store für die Version mit 128 GB. Bei digitec immerhin noch 1432 Franken. Dafür, dass die sonstigen Komponenten nicht mehr ganz aus der neusten Generation sind, ist das ein riesiger Haufen Geld. Grund für den etwas älteren Prozessor ist aber der niedrigere Stromverbrauch. Und mehr Leistung hat das Macbook Air auch nicht nötig. Wer will schon mit einem kleinen 11″ Videos bearbeiten? Auch bringt der etwas schwächere Prozessor ein absolut hörloses Arbeiten mit sich. Man hört wirklich keinen Ton. Erwarten sollte man aber eine etwas höhere Batterieleistung als 5 Stunden. Apple brüstet sich zwar damit, aber so richtig beeindruckend finde ich das nun nicht. Ich habe aber in Australien auch nicht vor, stundenlang im Coffeeshop zu sitzen und im Netz zu surfen. Dort werde ich hoffentlich besseres zu tun haben, als das.

Im Grossen und Ganzen bin ich aber sehr überzeugt von meinem ersten Mac und würde in sicher nicht zurück geben. Alles an dem Gerät ist aufeinander abgestummen und die Bedienung geht dafür, dass keine Maus vorhanden ist, sehr schnell und präzise vonstatten. Gewöhnungssache ist es natürlich allemal, aber auch die kann langsamer oder schneller von sich gehen. Über den Preis kann man sich streiten, aber Apple kann sich das nunmal leisten.

Ausgeliefert wird das Macbook Air mit iLife 09, was mir bisher auch ganz gut gefallen hat. Neben meiner Version des 11″ Modells mit 1,4 GHz und 128 GB gibt es noch eine mit nur 64 GB Speicher und eine etwas stärkere mit 1,6 GHz und 128 GB. Erhältlich sind alle sowohl im Apple Store, wie auch bei digitec.

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About the Author: Michael Maurer

2 Comments+ Add Comment

  • Höhere Akkuleistung (7 Stunden) und grösseres Display (1440 × 900 Pixel) verführen mich zum 13″-MacBook Air — aber erst, wenn mein treues 600MHz-iBook das Zeitliche segnet; oder dessen mittlerweile dritter Akku. Das alte Teil hier hat mich 9 Jahre lang beruflich und privat beinahe täglich begleitet; es läuft fast perfekt auf Ubuntu 10.10 »Maverick Meerkat«, u.a. weil Apple wie auch Adobe vor Jahren aufhörte, PowerPC-Macs zu supporten.

    Wenn ich mir vorstelle, dass ich vielleicht in einem Vierteljahr den Sprung auf eine mobile 2GHz-64Bit-Doppelkern-Maschine machen könnte, an der auch sonst alles besser ist (evtl. inkl. Mac OS X 10.7 »Lion«), dann verliere ich schnell jede Hemmung, mein Konto zu plündern. ☺

  • hehe, new toy in da house

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